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Elektrische Muskel Stimulation (EMS) oder Elektrotherapie?

Gibt es Unterschiede zwischen der elektrischen Muskelstimulation und der Elektrotherapie? Die Antwort ist einfach; beide Varianten verweisen auf die gleiche Behandlungsmethode. Sowohl bei der elektrischen Muskelstimulation (EMS) als auch bei der Elektrotherapie, werden elektrische Impulse genutzt, um Energie auf den Körper und die Muskulatur zu übertragen.

Der Unterschied liegt nur beim Einsatzzweck. Die EMS wird unter anderem für die Kräftigung der Muskulatur, eine Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit und im Beautybereich zur Straffung des Körpers eingesetzt.

Im Unterschied dazu, wird die Elektrotherapie zur Behandlung unterschiedlichster Schmerzzustände genutzt und außerdem für die Rehabilitation von Muskeln und Nerven, die aufgrund von Erkrankungen, Verletzungen oder Infektionen, die natürliche Funktionalität verloren haben.

Schon seit vielen Jahren gehört die elektrische Muskelstimulation bei vielen Sportlern zum Trainingsalltag dazu. Dabei gibt es viele Sportler, die über ein eigenes EMS Gerät verfügen, bei anderen Sportlern wird die EMS von vereinseigenen Physiotherapeuten oder Sportärzten durchgeführt.

Elektrische Signale dienen in unserem Körper der Kommunikation zwischen dem Gehirn und unserer Muskulatur, die von Nerven gesteuert wird. Alle unsere Aktivitäten werden von bioelektrischen Systemen reguliert. Durch die elektrische Muskelstimulation kann das bioelektrische System unterstützt bzw. teilweise sogar ersetzt werden.

Dabei steht die elektrische Muskelstimulation im Einklang mit den physiologischen Prozessen in unserem Körper, da sie die von unserem Gehirn auf natürliche Weise erzeugten Signale, von außen zur Steuerung der Muskulatur einbringt.

So kann die Leistungsfähigkeit einer Extremität deutlich verbessert werden. Ein denervierter Muskel, der vom Körper selbst elektrisch nicht mehr angesteuert werden kann, kann von außen durch eine geeignete Stromform wieder in Bewegung gesetzt werden. So kann eine Atrophie vermieden werden.

Es gibt diverse unterschiedliche Stromarten, mit jeweils anderen Anwendungsbereichen. Nachfolgend eine Auflistung der gängigsten Stromarten:

EMS NEMS Elektrostimulation
EMS/NEMS: Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der elektrischen Muskelstimulation (EMS) um eine therapeutische Technik, mit der Muskelkontraktionen ausgelöst werden können. Die EMS wird vorwiegend zum Aufbau von Muskulatur, zur Verbesserung von Kraft- und Kraftausdauer, aber auch zu Rehabilitationszwecken eingesetzt.

Durch regelmäßige Anwendungen kann die Effizienz des Muskels verbessert werden oder nach chirurgischen Eingriffen die Wiederherstellung elementarer Bewegungen im Rahmen der Rehabilitation durch EMS beschleunigt werden.

TENS Schmerzanwendungen
TENS (transkutane, elektrische Nerven Stimulation): Bei der TENS Technik handelt es sich um eine therapeutische Anwendungsform, die bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Schmerzen (Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Myalgien, Ischias, etc.) als Behandlungsform eingesetzt wird. Mit der TENS kann eine schnelle, analgetische Wirkung erreicht werden.

Man kann die TENS in verschiedene Bereiche einteilen (endorphin, schnell, Maximalwerte, TENS Burst, etc.), die sich durch jeweils unterschiedliche analgetische Wirkungen unterscheiden. So kann man eine sofortige, analgetische Wirkung erzielen, die aber nur von kurzer Dauer ist. Mit einer anderen Einstellung setzt die Schmerzlinderung verzögert ein, ist dafür aber länger anhaltend.

Mikrostrom Anwendungen
MIKROSTROM: Die Mikrostromanwendungen werden vor allem für die Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt, dabei hauptsächlich für osteoartikulare Schmerzen und zusätzlich bei Entzündungen. Die Intensität liegt allgemein deutlich unter der normalen TENS Anwendung.

Mit Mikroströmen können auch Personen behandelt werden, die sehr empfindlich auf die Elektrotherapie reagieren und schon Probleme mit der klassischen TENS haben.

Interferenz
INTERFERENZ: Mit den Interferenzströmen hat der Therapeut eine Stromform zur Verfügung, die zum einen tief ins Gewebe eindringen kann, aber gleichzeitig vom Patienten gut vertragen wird. Durch die Interferenzströme können zum einen analgetische Effekte erzielt werden, aber auch eine Bewegungsanregung, durch die die Muskelkraft im Anwendungsbereich wiederhergestellt werden kann.

Ionophorese
IONOPHORESE: Die Ionophorese ist eine therapeutische Technik, die mit Hilfe von Gleichstrom im Bereich der Schmerzen Medikamente durch die Haut in den Körper einbringen kann. Mit Hilfe des Ionophorese Stromes können spezielle Medikamente in Salbenform zum betroffenen Bereich befördert werden, um dort einen spezifischen Wirkstoff freizusetzen.

Die Ionophorese hat den Vorteil, dass durch diese Behandlungsform oft auf die Einnahme von oraler Medikation verzichtet werden kann, da eine direkte Behandlung am vom Schmerz betroffenen Bereich durch die Ionophorese möglich ist.

Denervierte Muskulatur
DENERVIERT / TRIANGULAR: Mit professionellen EMS Geräten wie dem Globus Genesy 3000, oder auch dem I-Tech T-One Rehab, können spezifische Wellenformen (Rechteck, Dreieck) erzeugt werden, die für einen Wiederaufbau eines denervierten Muskels eingesetzt werden können .

Der Unterschied zu herkömmlichen EMS Programmen und deren Muskelaufbau Effekten; die Stimulationsimpulse wirken über einen deutlich längeren Zeitraum auf den Muskel ein, als dass bei herkömmlichen Muskelstimulations Programmen der Fall ist. Der Muskeltonus kann durch die elektrische Stimulation aufrechterhalten werden.

In Erwartung eines Nachwachsens der motorischen Nerven mit Hilfe der Elektrotherapie, kann eine Atrophie des Muskels vermieden werden.

FES Inkontinenz Behandlung
INKONTINENZ: Mit Hilfe der funktionellen elektrischen Stimulation (FES), kann die Wiederherstellung der Beckenmuskulatur erreicht werden. Die FES wird durch diese Fähigkeit, bei der Behandlung von Problemen erfolgreich eingesetzt, die im Zusammenhang mit Harn- oder Stuhlinkontinenz stehen.

Mit Hilfe spezieller Sonden (anal oder vaginal), die an ein über Inkontinenz Programme verfügendes EMS Gerät angeschlossen werden, kann eine Wiederherstellung von Tonus und Muskelkraft erreicht werden.

KOTZ Ströme - russische Stimulation
KOTZ: Um den Muskeltonus bei normal innvervierten Muskeln zu stärken, können Kotz-Ströme eingesetzt werden. Der Name stammt von dem gleichnamigen, russischen Entwickler dieser Stromart. Die KOTZ Therapie wird daher auch als russische Stimulation bezeichnet.

Dabei werden mittelfrequente Ströme in niedrigfrequente gewandelt, die für eine größere Muskelrekrutierung bei den Muskelfasern sorgen und gleichzeitig vom Patienten sehr gut vertragen werden.

Mit den vier neuen T-ONE EMS Geräten können die unterschiedlichsten Anforderungen abgedeckt werden. Vom Freizeit-/Breitensportler, der seine sportliche Leistungsfähigkeit verbessern möchte, über den Leistungssport bis hin zum professionellen Bereich der Physiotherapie und Rehabilitation.

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