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EMS, NEMS, MENS in der Rehabilitation

Nachfolgend ein Einblick in die unterschiedlichen Formen der elektrischen Muskelstimulation und ihre Anwendungsformen in der Rehabilitation. Nach einer starken Ruhigstellung infolge einer Muskel-Skelett-Erkrankung ist es besonders wichtig, die Muskelspannung und die ausreichende Nährstoffversorgung der Muskulatur wiederherzustellen. Mit der elektrischen Muskelstimulation (EMS) ist es möglich, den Muskeltonus schnell wiederaufzubauen und die gestaute Flüssigkeit abfließen zu lassen.

Die Elektrostimulation soll dabei aber physiotherapeutische Sitzungen nicht vollständig ersetzen. Denn auch Körperwahrnehmungs- und Mobilisierungsübungen sind notwendig.

Sollten Patienten osteosynthetische Teile, wie Schrauben oder Platten im Körper haben, so ist dies keine Kontraindikation für die Anwendung der Elektrostimulation. Bevor Patienten jedoch irgendeine Rehabilitationsmaßnahme eigenständig beginnen, sollten Sie den Rat eines Arztes oder Physiotherapeuten einholen.

TENS - transkutane elektrische Nervenstimulation

Die TENS kommt vielfach zum Einsatz bei Muskel- und Gelenkschmerzen, aber auch um endogene Schmerzen zu behandeln. Denn sie gilt als wichtige alternative Behandlungsmethode, da sie weniger Nebenwirkungen hat, als herkömmliche pharmazeutische Therapien.

Bei der TENS werden selektive Stimulierungen großer peripher Nervenfasern durchgeführt, damit Schmerzrezeptoren unempfindlich werden und Endorphine ausgeschüttet werden können. Nachfolgend sorgt das für eine merkliche Reduzierung des allgemeinen Schmerzempfindens.

Mit den TENS - Programmen von EMS Geräten wie dem Globus Genesy 3000 können akute und chronische Schmerzen behandelt werden und zwar abgestimmt auf das jeweilige Ungleichgewicht im Muskel-Skelett-Apparat. Die Abnahme der Schmerzen aufgrund der TENS Behandlungen hängt von folgenden Faktoren ab:

a. Torkontrolltheorie
b. Endorphin Ausschüttung
c. Unterschiedliche beruhigende Wirkungen abhängig von der Frequenz


Torkontrolltheorie
Wenn die elektrischen Signale, die das Schmerzempfinden im Gehirn auslösen, gestoppt werden, dann wird die Empfindung von Schmerz ausgeschaltet. Wenn wir uns beispielsweise irgendwo den Kopf anstoßen, dann ist die erste Reaktion, dass wir die Stelle, auf die der Schlag ausgeübt wurde, massieren.

So stimulieren wir die Rezeptoren entsprechend unserer Berührung und dem Druck, den wir ausüben. TENS kann fortlaufend und mit Frequenzänderungen angewandt werden, um Signale zu erzeugen, welche denen ähneln, die durch Berührung und Druck entstehen.

Wenn sie intensiv genug sind, dann sind sie so dominant, dass sie die Schmerzsignale überwiegen. Sobald diese Dominanz einmal erreicht ist, wird das Tor zu den sensorischen Signalen geöffnet und das zum Schmerzempfinden geschlossen. Dadurch wird eine Weiterleitung der Schmerzsignale ans Gehirn verhindert.

Endorphin Ausschüttung
Wenn ein Nervenreiz von der schmerzenden Stelle zum Gehirn geleitet wird, so muss er eine Reihe von Verbindungsstellen, die Synapsen, durchlaufen. Die Synapsen liegen im Zwischenraum zwischen den einzelnen Nervenenden. Wenn ein elektrischer Impuls ein Nervenende erreicht, werden bestimmte Substanzen, die sogenannten Neurotransmitter ausgeschüttet, die durch die Synapse fließen und den Anfang des nächsten Nervs reizen.

Dieser Vorgang wiederholt sich auf dem ganzen Weg, den das Signal zurücklegen muss, um das Gehirn zu erreichen. Schmerzmittel aus der Gruppe der Opiate wirken an der synaptischen Spalte, wo sie die Neurotransmitter an der Weiterleitung der Schmerzsignale hindern.

Auf diese Weise entsteht eine chemische Barriere zur Blockierung der Schmerzsignale. Die Endorphine sind natürliche Opiate, die der Körper ausschüttet, um dem Schmerz beizukommen. Diese wirken sowohl auf das Rückenmark, als auch auf das Gehirn ein, so sind sie wirkungsvolle Mittel zur Schmerzstillung. Die TENS kann die natürliche Endorphin Produktion ankurbeln und somit die Schmerzempfindung verringern. Veränderung der Wirkungsweise bei Frequenzänderung
Abhängig von der Frequenz, kann eine schmerzstillende Wirkung eintreten. Bei hoher Frequenz mit einer nur kurzen Dauer, bei niedriger Frequenz mit weitreichenderer und länger anhaltender Wirkung.

MENS - Mikroströme

Die Stimulation mit kleinen Strommengen, findet immer mehr Verwendung. In den USA und anderen Ländern, wie Japan, Kanada, usw. wird die MCR, auch als MENS bezeichnet, in der Physiotherapie und in klinischen Anwendungen eingesetzt, im Gegensatz dazu dient TENS speziell der Schmerzbekämpfung.

In einer Reihe von Studien zeigte diese Behandlungsmethode ausgezeichnete Erfolge und verschiedene Aufzeichnungen und Eckdaten, die erfasst wurden, wurden bei der Entwicklung der Globus EMS Geräte herangezogen.

Bitte suchen Sie vor Behandlung bestimmter Krankheiten und Zustände Ihren Arzt auf !

Im Vergleich zur konventionellen Elektrostimulationstherapie, bei der elektrischer Strom im Milliamperebereich (mA) fließt, wird bei der Mikrostrombehandlung nur ein Stromfluss im Mikroamperebereich eingesetzt. Diese winzige Stromintensität liegt unter der menschlichen Wahrnehmungsgrenze, so dass die Patienten sie nicht spüren.

Die MENS-Therapie bietet dem Patienten folgende Vorteile:
Sicherheit
Komfort
Behandlung akuter und chronischer Schmerzen
Schnellere Regenerierung beschädigten Gewebes und beschleunigte Heilung von Wunden, Narben und Knochenbrüchen
Kollagenproduktion zur Unterstützung der Hautelastizität
Sie ist frei von jeglichen Nebenwirkungen und Komplikationen

Entstehung der MENS Elektrostimulationstherapie
Die Therapie der neuromuskulären Elektrostimulation mit Mikrostrom (MENS) wurde vor circa 20 Jahren entwickelt. Lynn Wallace behandelte über 600 Patienten mit dieser Methode und untersuchte ihre Wirkung auf Schmerz, ausgelöst durch verschiedene Faktoren, an den Füßen, den unteren Extremitäten, am Oberschenkel, in der Lendengegend, an den Schultern, am Ellbogen und im Nacken und entdeckte dabei bemerkenswerte schmerzstillende Effekte.

Nach seinen Beobachtungen verhalf eine erste Behandlung mit einer Dauer von 15 - 20 min. bereits 95% der Patienten zu einer Verringerung des Schmerzempfindens. Durchschnittlich nahm der Schmerz schon nach der ersten Behandlung um 55% ab, um 61% nach der zweiten Behandlung und nach der dritten schon um 77%. Bereits nach weniger als 10 Therapieeinheiten (durchschnittlich vier Sitzungen) waren 82% der Patienten völlig schmerzfrei.

Man kann viele Studien zu MENS durchführen, da ihre Stimulation für den Patienten nicht wahrnehmbar ist. Lerner und Kirsch machten Experimente mit 40 Patienten, die unter chronischen Schmerzen im unteren Rücken litten. Diese wurden nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe, die mit MENS behandelt wurde und einer Placebo Gruppe zugewiesen, in der vermeintliche MENS Behandlungen durchgeführt wurden, bei denen jedoch keine Elektrostimulation stattfand.

Acht Wochen lang wurden die Behandlungen dreimal wöchentlich ausgeführt. Es zeigte sich schließlich eine schmerzlindernde Wirkung bei 75% der Personen aus der MENS-Gruppe, aber nur bei 6% aus der Placebo Gruppe. Eine Reihe von Studien deckte die Verbesserung bei der Heilung von Wunden und Geschwüren unter Behandlung mit MENS auf.

Gault und Gatens berichteten über positive Wirkungen von MENS bei 106 Patienten mit ischämischen Hautgeschwüren. Ihre Studie zeigte, dass sich mit MENS behandelte Patienten, bei denen 200 µA - 800 µA eingesetzt wurden, doppelt so schnell gesund wurden, als die nicht behandelte Kontrollgruppe. Zusätzlich berichtete eine Reihe von Ärzten, dass die Heilung von Knochenbrüchen durch Mikrostrom erheblich erleichtert wird.

All diese Ergebnisse zeigen, dass MENS außerordentlich wirkungsvoll ist bei der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen, dass sie zum Wiederaufbau geschädigten Gewebes beiträgt, der Wundheilung förderlich ist und bei Narben und Knochenbrüchen die Heilung beschleunigt.

Wirkungsweise des MENS Stroms und die MENS Funktionen
Die Wirkungsweise von MENS ist kompliziert und ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Obwohl eine Reihe kontroverser Theorien vorliegt, gibt es Forschungsergebnisse, die folgenden Schluss zulassen:

Membran Nukleus Verletzung Abbildung 3 Dass ein elektrisches Potential von rund - 50 mV in allen Zellmembranen besteht, ist schon seit mehr als hundert Jahren bekannt. Es wird als beständiges Membranpotential bezeichnet.

Auf der Außenseite bestehet eine positive Ladung, die Innenseite ist negativ geladen (Abb. 3). Wenn eine Zelle verletzt wird, dann wird das Potential an der Stelle der Verletzung negativ und der elektrische Strom fließt vom intakten Bereich zur Verletzung hin.

Matteucci (1938) und Bois-Reymond (1843) haben akkurate Messungen zu diesem Phänomen durchgeführt. Dieser Strom ist allgemein bekannt als sogenannter "Verletzungsstrom". Dieser Verletzungsstrom fließt nicht nur dann, wenn einzelne Zellen verletzt werden, sondern auch wenn Gewebe beschädigt ist.

Der Verletzungsstrom erreicht eine Intensität von 10µA - 30µA, wie die Experimente gezeigt haben. Mit anderen Worten, Verletzungsstrom ist ein Mikrostrom. Vermutungen legen nahe, dass Verletzungsstrom die Neubildung geschädigter Zellen und Gewebe im lebenden Körper fördert.

Die Stimulation mit diesem Strom trägt vermutlich dazu bei, dass ATP gebildet und Eiweiß zum Wiederaufbau des zerstörten Gewebes synthetisiert wird. So gesehen ist es naheliegend, dass der Mikrostrom die natürliche Funktionsweise des Verletzungsstroms ergänzen und unterstützen kann.

Phasen und Dauer der MENS Therapie
MENS wird im Allgemeinen in den folgenden zwei Phasen ausgeführt. Die Phase 1 dient vor allem der Schmerzbekämpfung, während Phase 2 das Trauma beseitigt und das geschädigte Gewebe repariert wird.

Während die Phase 1 zu schneller Schmerzstillung führt, fördert die Phase 2 die ATP Produktion und Eiweißaufbau zur Wiederherstellung des Gewebes. So wird eine Basisheilung erzielt. Die beiden Phasen müssen unmittelbar nacheinander ausgeführt werden und zwar immer in der Reihenfolge, zuerst Phase 1 und dann Phase 2.

Die Behandlungsdauer beträgt in Phase 1 zwischen 15 und 30 Minuten, in Phase 2 nur 5 bis 10 Minuten, wobei eine Behandlungsdauer von 5 Minuten Standard ist.

Die Häufigkeit der Behandlungen richtet sich nach dem Zustand der Verletzung. In der Regel ist einmal täglich oder einmal jeden zweiten Tag ausreichend. Um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, ist eine Behandlungsdauer von 10 bis 45 Tagen erforderlich. Zur Nachbehandlung werden anschließend noch 5 bis 10 Therapieeinheiten empfohlen.

Anwendung in Kombination mit TENS

MENS und TENS können in der Therapie kombiniert werden. Diese Kombination kann bemerkenswerte Effekte haben bei der Behandlung akuten Schmerzes oder bei Muskelsteifheit. IONTOPHORESE
Die Iontophorese ist eine Therapietechnik, bei der zur Verschiebung geladener Teilchen im Gewebe Gleichstrom eingesetzt wird. Wenn die geladenen Teilchen Medikamente sind, dann wirkt der Gleichstrom als Vektor, der den medizinischen Präparaten das Eindringen ins Gewebe erlaubt.

Es hat sich gezeigt, dass unter Zufuhr von Gleichstrom eine Wanderung von Ionen stattfinden kann, die entsprechend dem Gesetz der Polarität (negative Ionen wandern zum Pluspol und umgekehrt), in den Stromfluss eintreten, indem sie über die Talg- und Schweißdrüsen und die Haarkanäle in den Organismus gelangen. Angewandt wird die Iontophorese bei allen Behandlungen zur Heilung von lokalen Entzündungen.

Hinweise zur Behandlung mit IONTOPHORESE
Konsultieren Sie bitte Ihren Arzt vor Anwendung der Iontophorese.
Lesen Sie vorab die Packungsbeilage der zu verabreichenden Medikamente.
Ziehen Sie vor jeglicher Behandlung Ihren Arzt oder Physiotherapeuten zurate, um die passende Medikation und die richtige Polarität festzulegen.

WENDEN SIE DIE BEHANDLUNG NICHT DIREKT AUF DER HAUT AN. Bringen Sie die Arzneimittel auf die saugfähige Oberfläche der Elektrode auf, die der Polarität des Medikaments entspricht; die saugfähige Oberfläche der anderen Elektrode sollte mit leicht gesalzenem Wasser befeuchtet werden, um Zirkulation zu verhindern.

Präventive Maßnahmen
Wenn die Behandlung nicht korrekt ausgeführt wird oder die Intensität zu hoch ist, dann kann Iontophorese Hautirritationen oder Verbrennungen hervorrufen. Die empfohlene Stromdichte für eine Elektrode beträgt 0,2 mA/ cm2. Die Haut muss frei von Läsionen und Verletzungen sein; rasieren Sie die Haut vor der Behandlung nicht, denn Rasierer können kleinste Schnitte verursachen.

Bei Personen mit Implantaten aus Metall sollte die Iontophorese nicht angewendet werden. Ebenso sollten keine metallischen Gegenstände berührt werden, wie zum Beispiel Tische oder Stühle.

Strom für denervierte oder teilweise denervierte Muskeln

Die Stimulierung eines Muskels, zu dem die Nervenleitung unterbrochen ist, unterscheidet sich von der Behandlung eines gesunden Muskels dahingehend, dass man zur Aktivierung der Muskelfasern einen ganz bestimmten Strom benötigt. Sofern eine traumatische Läsion peripherer Nerven besteht, findet man durch die Messung der Chronaxie heraus, ob die Nerven nur unzureichend arbeiten oder ob eine teilweise oder vollständige Denervierung vorliegt.

Das Ziel einer Behandlung zur Wiederherstellung der Beweglichkeit, ist die Erhaltung einer guten Nährstoffversorgung und die weitmöglichste Vermeidung einer Muskelverhärtung, damit der Muskel am Ende der Behandlung zur Wiederherstellung der Nervenfunktion, die mehrere Monate dauern kann, soweit als möglich wieder funktionsfähig ist.

Die Wirksamkeit dieser Art von Behandlung hängt von der richtigen Einstellung der Stimulierungsparameter ab; diese müssen individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt sein und im Laufe der Zeit weiter angepasst werden.

Für die Behandlung der denervierten Muskeln finden hauptsächlich drei Arten von Strom Verwendung.

Rechteckiger Strom
Der rechteckige Strom ist gekennzeichnet durch einzelne rechteckige Impulse, die schnell zwischen dem Wert "null" und dem Maximalwert der eingestellten Intensität wechseln. Die Dauer des Impulses verursacht eine teilweise Kontraktion der Fasern, die nicht über Nervenimpulse erreicht werden und der Nullmittelwert der Impulse (bei wechselnder Polarität) vermeidet jegliche Ionisierung der Lederhaut. Rechteckige Impulse werden vor allem zur Behandlung vollständig denervierter Muskeln eingesetzt.

Dreieckiger Strom
Der dreieckige Strom erreicht den Maximalwert der eingestellten Intensität mittels einer linearen Beschleunigung und, gebündelt zu Impulsen mit relativ langer Dauer, veranlasst er denervierte Fasern (die von geschädigten Nerven kontrolliert werden) dazu, eine Kontraktion auszulösen, ohne die benachbarten Fasern und diejenigen mit normaler Nervenfunktion (also die gesunden Fasern) zu stimulieren.

Natürlich wird dieser dreieckige Impuls, der Auslöser der Kontraktion der denervierten Fasern, gefolgt von einer Pause, in der der Stromfluss den Wert "null" hat. Die Polarität der Impulse wechselt ab, um die Ionisierung der Lederhaut zu vermeiden.

Der dreieckige Strom wird zur Stimulierung vollständig oder teilweise denervierter Muskeln eingesetzt, weil die Nervenfasern sich an den langsamen Anstieg der Intensität der Stimulierung anpassen können und diese Methode den Patienten nicht belastet.

Bei der selektiven Stimulierung der Fasern, wird das gesunde Nervengewebe nicht mit einbezogen. Jedoch kann der schnelle Anstieg des Impulses beim alternierenden rechteckigen Strom teilweise ein Problem darstellen.

Trapezförmiger Strom
Trapezförmige Impulse werden vor allem zur Behandlung teilweise denervierter Muskeln eingesetzt.

Interferentieller Strom

Der interferentielle Strom ist ein Wechselstrom, dessen Frequenz wechselt (2500 Hz, 4000 Hz oder 10000 Hz), dessen Amplitude veränderlich ist, der sich auszeichnet durch eine gute Fähigkeit, ins Gewebe einzudringen und durch eine gute Verträglichkeit sogar für Patienten, die besonders empfindlich sind.

Die schmerzstillende Wirkung des bipolaren interferentiellen Stroms mit einer Frequenzmodulation zwischen 0 und 200 Hz, wird erreicht über den Mechanismus der Torkontrolle (periphere Barriere der Schmerzleitung) und die Stimulierung des Mechanismus zur Hemmung der Schmerzleitung.

Genauso wie beim TENS Strom werden auch hier die Substanzen entfernt, die Schmerz in den betroffenen Regionen verursachen. Durch Frequenzänderung der Modulation, kann auch eine motorische Stimulierung beobachtet werden, die zu einer Wiederherstellung des venösen Blutflusses beiträgt, der letztlich die "Muskelpumpe" aktiviert. Der Strom wird als interferentiell bezeichnet, weil er an Punkten im Gewebe entsteht und einwirkt, an denen Strom zweier Zwischenfrequenzen aufeinandertrifft.

Klinische Anwendung von interferentiellem Strom Der interferientielle Strom findet vor allem Anwendung bei Arthrose der tief liegenden Gelenke (Hüften, Lendenwirbel), bei tiefen Sehnenleiden und bei geringer Spannung tiefliegender Muskeln, die normal über Nervenreize versorgt werden. Der interferentielle Strom kommt grundsätzlich in der Physiotherapie zum Einsatz, wenn es um Schmerzvermeidung und um Stimulierung geht.

Therapeutische Wirkung
Stimulierung: Die Kontraktion normal über Nervenreize versorgter, tiefliegender Muskeln kann bewirkt werden.
Schmerzvermeidung: Eine Erweiterung der Blutgefäße kann erreicht werden, wodurch die schmerzauslösenden Substanzen aufgrund der Zunahme des Blutflusses an der kritischen Stelle, aus dem Gewebe ausgeschwemmt werden. Die Richtlinien für die Anwendung der Elektroden sind die gleichen wie bei TENS.

Russischer Strom (Kotz)

Russischer Strom besteht aus einer Sinuskurve mit mittlerer Frequenz (2500 Hz), bei dem sich Blöcke aus Aktivität und Pause, jeweils mit einer Dauer von 10 Minuten, abwechseln. Um frühzeitige Ermüdung der Muskulatur nach 12-15 sek. andauernder Stimulierung zu vermeiden, legte Kotz fest, dass die maximale Dauer der aktiven Phase nur 10 Sekunden betragen darf (mit einem Betriebszyklus von 1:5).

Wie anderer Strom mittlerer Frequenz, lassen auch Behandlungen mit russischem Strom ein Vordringen in die tiefer liegende Muskulatur zu und eine Umwandlung in niedrige Frequenzen (z. B. rechteckig, zweiphasig und faradisch) ist möglich.

Anbringung und Platzierung der Elektrode
Die Elektroden Positionen für den russischen Strom werden in gleicher Weise angebracht wie bei EMS und TENS Behandlungen. Die Stromstärke sollte schrittweise erhöht werden, solange bis sich der Muskel kontrahiert.

KOTZ Ströme - klinische Anwendung
Elektrostimulierung der Muskulatur mit russischem Strom findet vor allem Anwendung in der Behandlung zu stark angespannter Muskulatur, um Muskelmasse aufzubauen und um idiopatische Skoliose zu behandeln. Im Vergleich zu anderen Programmen zur Stimulierung im Niedrigfrequenzbereich (z. B. rechteckig, zweiphasig, faradisch), bieten Methoden mit russischem Strom eine bessere Muskelstärkung und Tiefenwirkung, da die Haut weniger Widerstand gegenüber diesen Frequenzen leistet.

Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass es schwierig ist, ganz bestimmte Muskelfasern mit dem zweiphasigen rechteckigen Strom zu stimulieren, dass ist eher möglich mit geringeren Frequenzen.

Bildquellen:
© sylv1rob1 – stock.adobe.com

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