Wer zum ersten Mal im Fitnessstudio ist und dort die...
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Zwei Geräte, eine Technologie, unterschiedliche Philosophien: Der Globus DiaCare 5000 und der Globus DiaCare 7000 nutzen beide die bewährte TECAR-Diathermie-Technologie – unterscheiden sich jedoch in Leistungsumfang, Einsatzbereich und klinischer Tiefe erheblich. Die Entscheidung zwischen beiden Modellen ist keine Frage des Budgets allein, sondern eine strategische Praxisentscheidung: Welche Patientengruppen behandeln Sie? Wie hoch ist Ihr Behandlungsvolumen? Brauchen Sie Mobilität oder stationäre Leistung? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen systematisch – damit Sie die richtige Wahl für Ihre spezifische Situation treffen.



| Merkmal | DiaCare 5000 | DiaCare 7000 |
|---|---|---|
| Maximalleistung | 200 W | 320 W |
| Frequenzspektrum | 300 / 500 / 900 kHz (3 Stufen) | 400 / 470 / 700 / 1.000 / 1.200 kHz (5 Stufen) |
| Applikationsmodi | CET kapazitiv + RET resistiv + Pulsmodus | CET + RET + Bipolar + Pulsmodus + Automatik |
| Bipolares Handstück | Nein | Ja (inklusive) |
| Hands-free / Automatik-Kit | Optional | Inklusive |
| Protokollbibliothek (Body Atlas) | 50+ Protokolle | 200+ Protokolle (Body Atlas mit anatomischer Navigation) |
| Display | Farb-Touchscreen (kompakt) | Großer Farb-Touchscreen mit Body-Atlas-Visualisierung |
| Gewicht | ca. 3,5 kg (Netzbetrieb) | ca. 6,5 kg (stationär) |
| Mobilität | Hoch (Rucksack/Koffer-Transport) | Mittel (Rollen, stationärer Praxiseinsatz) |
| CE-Zertifizierung | CE IIb | CE IIb |
| Zielgruppe | Mobile Sportmedizin, kleinere Praxen, Erstsystem | Physiotherapiepraxen, Kliniken, Sportmedizinzentren, hohes Volumen |
| Preisniveau | Mittleres Einstiegssegment | Mittleres bis gehobenes Profisegment |
Leistungsangaben bei Physiotherapiegeräten werden häufig missverstanden. Die Maximalleistung ist nicht die Betriebsleistung, sondern die Spitzenkapazität, die das Gerät bei maximaler Anforderung bereitstellen kann. Im typischen Behandlungsalltag arbeiten beide Geräte bei 40–80 W.
Die klinische Bedeutung der Leistungsreserve liegt in drei Bereichen:
Bei höherem Gewebewiderstand (adipöse Patienten, stark muskulöse Sportler, Behandlung tiefer Strukturen wie Hüftgelenk) muss das Gerät mehr Leistung aufwenden, um die gewünschte Energiedichte in der Zieltiefe zu erzielen. Ein Gerät am Limit seiner Maximalleistung kann diese Tiefe nicht sicher und stabil erreichen. Die DiaCare 7000 hat hier eine 60-prozentige Leistungsreserve gegenüber dem Standardbetrieb.
Elektronik, die regelmäßig nahe der Maximalleistung betrieben wird, unterliegt höherem thermischem Stress und vorzeitigem Verschleiß. Beide DiaCare-Geräte sind auf hohe Dauerlast ausgelegt – die 7000 mit ihrer höheren Nennleistung bleibt dabei im niedrigeren Belastungsbereich und zeigt erfahrungsgemäß geringere Ausfallraten bei hohem Behandlungsvolumen.
Bei größerer Leistungsreserve kann der Therapeut die gewünschte Gewebetemperatur schneller aufbauen. Das verkürzt die Aufwärmphase und ermöglicht mehr Behandlungszeit für die eigentliche therapeutische Phase – relevant in Praxen mit engem Zeitfenster pro Patient.
Fazit Leistung: Für die Mehrheit der Standardindikationen (Schulter, Knie, Unterschenkel) ist die 200-W-Leistung des DiaCare 5000 vollständig ausreichend. Der Mehrwert der 320 W zeigt sich bei großvolumigen Gelenken (Hüfte), stark muskulösen Patienten und bei hohem täglichem Behandlungsvolumen (> 6 Sitzungen/Tag).
Das Frequenzspektrum ist der wichtigste funktionale Unterschied zwischen beiden Geräten. Frequenz bestimmt Eindringtiefe und Zielgewebespezifität.
| Frequenz | DiaCare 5000 | DiaCare 7000 | Klinische Bedeutung des Fehlens (5000) |
|---|---|---|---|
| 300 kHz | ✓ | – | 5000 hat tiefste Frequenz; 7000 beginnt bei 400 kHz |
| 400–470 kHz | – | ✓ | Fehlt bei 5000: optimale Hüft-/Periostbehandlung |
| 500 kHz | ✓ | – | 5000 deckt mittlere Tiefe ab |
| 700 kHz | – | ✓ | Fehlt bei 5000: Sehnen/Bänder mittlerer Tiefe (Schulter, Knie) |
| 900 kHz | ✓ | – | 5000 deckt oberflächliche Schichten ab |
| 1.000 kHz | – | ✓ | Fehlt bei 5000: Myofaszien, Narben, oberflächliche Weichteile |
| 1.200 kHz | – | ✓ | Fehlt bei 5000: gezielte Faszientherapie (oberflächlich, 1–2 cm) |
Der DiaCare 7000 wird standardmäßig mit einem bipolaren Handstück (Monotrode, 30 mm) geliefert. Das bipolare Prinzip konzentriert den Hochfrequenzstrom auf das Volumen direkt zwischen zwei eng beieinanderliegenden Elektroden – ohne Neutralelektrode, ohne Streuverluste in benachbarte Körperregionen.
Klinisch relevant für:
Praxen mit einem Schwerpunkt in manueller Therapie, Handrehabilitation oder CMD-Behandlung profitieren erheblich von diesem Zusatz. Für reine Sportphysio-Praxen ohne diese Indikationen ist das bipolare Handstück weniger ausschlaggebend.
Der DiaCare 7000 kommt standardmäßig mit einem Automatik-Kit (selbstklebende Elektroden), das den Hands-free-Betrieb ermöglicht. Beim DiaCare 5000 ist dieses Kit optional erhältlich.
Was bedeutet der Automatik-Modus für den Praxisalltag?
| Parameter | Manuelle Applikation | Automatik-Modus |
|---|---|---|
| Therapeuten-Bindung | 100 % für 15–20 Min. | 0–20 % (Vorbereitung + Monitoring) |
| Parallele Behandlungen | Nicht möglich | 1–2 weitere Patienten möglich |
| Aktive Rehabilitation | Nicht möglich während TECAR | Möglich (Übungsanleitung parallel) |
| Behandlungskapazität/Tag | 3–4 TECAR-Sitzungen | 5–8 TECAR + parallele Therapien |
In Praxen mit hohem Patientenaufkommen oder in Rehabilitationszentren kann der Automatik-Modus die Geräterentabilität erheblich steigern. Der Therapeut kombiniert TECAR-Applikation mit manuellen Techniken oder leitet aktive Übungen an – ohne die Sitzungszeit zu verlängern.
Beide Geräte verfügen über vorprogrammierte Behandlungsprotokolle. Der Unterschied liegt in Umfang und Benutzerführung:
Praxiswert Body Atlas: In Praxen mit häufigem Mitarbeiterwechsel oder in Einrichtungen, in denen auch nicht-spezialisiertes Personal TECAR-Behandlungen durchführt, senkt der Body Atlas Einarbeitungszeit und Fehlerquote signifikant. Neue Mitarbeiter können nach einer kurzen Einweisung eigenständig sichere und korrekte Behandlungen durchführen.
| Praxistyp / Situation | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Mobile Sportmedizin, Teamarzt, Reisephysiotherapeut | DiaCare 5000 | Gewicht, Kompaktheit, vollständige Funktionalität für Sportverletzungen |
| Kleine Einzelpraxis, Erstinvestition TECAR | DiaCare 5000 | Kostengünstiger Einstieg mit vollem klinischen Funktionsumfang für Standardindikationen |
| Mittlere Physiotherapiepraxis, 3–6 Therapeuten | DiaCare 7000 | Body Atlas für Einarbeitung, Automatik-Modus für Effizienz, erweitertes Indikationsspektrum |
| Orthopädische oder sportmedizinische Arztpraxis | DiaCare 7000 | Bipolares Handstück, 5 Frequenzen, Protokolltiefe, Dokumentationsqualität |
| Rehabilitationszentrum / Klinik | DiaCare 7000 (ggf. mehrere Einheiten) | Hohes Behandlungsvolumen, Automatik-Modus, Body Atlas, Haltbarkeit bei Dauerbetrieb |
| Profisport-Teamphysiotherapeut (Kabine + Praxis) | 5000 mobil + 7000 stationär | Optimale Kombination: mobile Akutversorgung + stationäre Vollfunktion |
| Schwerpunkt Faszientherapie oder CMD | DiaCare 7000 | 1.200-kHz-Frequenz (Faszien) und bipolares Handstück (Kiefergelenk) unverzichtbar |
| Praxis mit Fokus Urogynäkologie / Beckenboden | DiaCare 7000 | Spezifische Protokolle, Frequenzfeinabstimmung (900–1.200 kHz) für oberflächliche Strukturen |
Die Gerätewahl ist auch eine Rentabilitätsentscheidung. Beide Modelle lassen sich als Privatleistung oder IGeL-Leistung abrechnen; der Abrechnungsrahmen ist identisch.
| Parameter | DiaCare 5000 | DiaCare 7000 |
|---|---|---|
| Typische Sitzungen/Tag | 3–5 | 5–8 (mit Automatik-Modus) |
| Abrechnungspreis/Sitzung (orientierend) | 45–70 € | 45–80 € |
| Jahresertrag (220 Behandlungstage) | ca. 29.700–77.000 € | ca. 49.500–140.800 € |
| Typische Leasingrate/Monat | ca. 180–250 € | ca. 280–380 € |
| Break-even (bei 4 Sitzungen/Tag, 60 €/Sitzung) | ca. 8–10 Monate | ca. 10–14 Monate |
Hinweis: Alle Angaben sind Orientierungswerte. Die tatsächliche Rentabilität hängt von Patienten-Mix, regionalem Abrechnungsniveau und Auslastungsgrad ab. CardioVibe erstellt auf Anfrage eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ihre Praxissituation.
Eine bewährte Strategie in spezialisierten Sportmedizin-Einrichtungen ist die Kombination beider Geräte:
Die Protokolle beider Geräte sind kompatibel; ein Therapeut, der auf dem 7000 eingelernt wurde, kann den 5000 ohne zusätzliche Einarbeitung nutzen. Der Wissenstransfer ist nahtlos.
Den größten Teil davon: ja. Für Muskelverletzungen, Tendopathien, Arthrose der großen Gelenke, Distorsionen, postoperative Rehabilitation und chronischen Rückenschmerz ist der DiaCare 5000 vollständig geeignet. Einschränkungen bestehen bei: gezielter Faszientherapie (fehlt 1.200 kHz), bipolarer Anwendung an kleinen Gelenken (kein bipolares Handstück) und komplexen Mehrschicht-Protokollen, die mehr als drei Frequenzstufen erfordern.
Nicht zwingend. Wenn Sie absehbar das Behandlungsvolumen steigern wollen, Faszientherapie oder CMD-Behandlung planen oder Wert auf den Body Atlas für neue Mitarbeiter legen, zahlt sich die Investition in den 7000 mittelfristig aus. Für eine Praxis mit wenigen TECAR-Sitzungen pro Woche und klarem Fokus auf Sportverletzungen ist der 5000 die wirtschaftlichere Wahl.
Der DiaCare 5000 ist für den Netzbetrieb konzipiert. Er ist jedoch aufgrund seines kompakten Formats und geringen Gewichts für den mobilen Einsatz mit Steckdosenzugang (Hotelzimmer, Kabine, Versorgungszelt mit Generator) optimiert. Für echten Akkubetrieb ohne Steckdose stehen dedizierte Systeme zur Verfügung; sprechen Sie CardioVibe auf diese Option an.
In unserer Praxiserfahrung wählen Physiotherapeuten mit breitem Indikationsspektrum und mittlerem bis hohem Volumen den DiaCare 7000. Mobile Teamphysiotherapeuten und spezialisierte Sportphysios im Akutbereich bevorzugen den DiaCare 5000 – häufig als Ergänzung zum stationären 7000 in der Praxis. Beide Entscheidungen sind klinisch begründet und wirtschaftlich tragfähig.
Die Grundprinzipien (CET/RET, Frequenzwahl, Intensitätssteuerung) sind bei beiden Geräten identisch. Der Body Atlas des DiaCare 7000 vereinfacht die Einarbeitung für neue Therapeuten erheblich – die geführte Protokollauswahl reduziert die Zeit bis zur eigenständigen sicheren Anwendung. CardioVibe bietet für beide Geräte eine standardisierte Einweisung beim Gerätekauf sowie Schulungsvideos und Protokollkataloge als Ergänzung an.
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