Trainingstagebuch für Radsportler

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie man sein Cardiotraining effektiv überwachen kann, um die Fortschritte im Blick zu haben.

Während der nächsten Monate gibt es viele Leute, die wieder verstärkt ein Cardiotraining in ihre Trainingsplanung einbauen. Dabei sind die Ansprüche ganz unterschiedlich; der eine nutzt das Cardiotraining um seine Ausdauer Leistungsfähigkeit zu verbessern, egal ob auf dem Rad, zu Fuß als Läufer oder beim Schwimmen. Viele andere setzen ein verstärktes Cardiotraining vor allem dazu ein, vor der Strandsaison noch ein paar Pfunde zu verlieren.

Aber wie kann man am besten seine Fortschritte beim Cardiotraining überprüfen und welche Vorteile hat man dadurch?

Es spielt dabei keine Rolle, ob Du 3-4x wöchentlich auf dem Rennrad sitzt, oder jeden zweiten Tag im Studio auf dem Crosstrainer. Wenn das Training schon einen großen Teil Deiner Freizeit einnimmt, dann macht es Sinn genau Buch zu führen, was Du bei jeder einzelnen Trainingseinheit gemacht hast und das möglichst detailliert.

So kannst Du jeden Fortschritt sofort schwarz auf weiß sehen und auch jeden Rückschritt. Das ist ein hervorragendes Werkzeug, um Deine Stärken und Schwächen genau herauszufinden und ein mögliches Übertraining frühzeitig zu erkennen.

Empfehlungen, wie Du Dein Cardiotraining überwachen kannst

1. Führe ein Trainingstagebuch
Die Basis, um eine Kontrolle über Dein Training zu haben, ist das Führen eines Trainingstagebuches. Hier kannst Du die genauen Daten jeder Trainingseinheit eintragen. Du kannst Dir persönliche Ziele setzen und neue Bestzeiten eintragen.

Als Radsportler macht es zum Beispiel Sinn, sich eine Trainingsrunde auszusuchen, auf der man in regelmäßigen Abständen die eigene Leistung überprüfen kann. Dafür eignen sich Strecken, auf denen es möglichst keine Ampeln gibt, so das man auch bei jedem Test möglichst identische Bedingungen vorfindet.

Indoor Cardiotraining für Rennrad Fahrer

Wenn Du über einen Pulsmesser verfügst, kannst Du auf Deiner Teststrecke neben der Durchschnittsgeschwindigkeit auch noch Deinen Durchschnittspuls notieren. Optimal wären natürlich auch noch ähnliche Windbedingungen. Wenn es sich um einen Rundkurs handelt, ist das Ganze nicht ganz so entscheidend.

Solltest Du Dein Cardiotraining überwiegend im Studio machen, kannst Du auch hier auf einem Ergometer oder Crosstrainer Deine Leistungen festhalten und vergleichen.

2. Lese auch Deine Aufzeichnungen im Trainingstagebuch
Wenn Du alle Daten nur aufschreibst, sie Dir dann aber später nicht anschaust und analysierst, dann bringt das Ganze nicht viel. Schaue Dir also regelmäßig Deine Aufzeichnungen an, um zu sehen, wo Du gerade mit Deinem Training stehst. So kannst Du immer sehen, wie Dein Ausgangszustand war und wie weit Du noch von Deinen Trainingszielen entfernt bist.

3. Schreibe Dir Deine Bestzeiten auf
Beim Cardiotraining macht es Sinn, Deine jeweiligen Bestzeiten für eine bestimmte Strecke, egal ob beim Outdoor Training auf dem Rad oder beim Indoortraining im Studio, in Deinem Trainingstagebuch aufzuschreiben.

Das ist eine tolle Möglichkeit, Deine Fortschritte (und auch Rückschritte) für jede Woche zu verfolgen. Dazu kannst Du noch die Tageszeit notieren und wie Du Dich generell gefühlt hast, um das Ganze noch genauer auswerten zu können.

4. Nutze Deine Bestzeiten zur Leistungssteigerung
Wenn Du eine neue Bestzeit auf Deiner Trainingsstrecke erzielst oder auf dem Crosstrainer eine neuen Rekord aufstellst, dann ist es wichtig, dass Du diese Zeiten als neue Basis nimmst.

Jede neue Bestzeit kannst Du Dir gut sichtbar in Dein Trainingstagebuch eintragen. Wenn Du das nächste Mal einen Test machst, versuche die Zeit noch einmal zu toppen und schreibe Dir auf, ob Du es geschafft hast oder nicht.

Es kann zwei Wochen oder manchmal auch zwei Monate dauern, je nachdem, wie regelmäßig Du trainieren kannst, bist Du Deine aktuelle Bestzeit brichst. Schreibe Dir dann das Datum und die Rahmenbedingungen dazu auf und setze Dir als Ziel, diese Zeit erneut zu unterbieten.

Das Ziel ist, Deine Fortschritte im Blick zu behalten. Wenn Du nicht verstehst, auf was Du hinausarbeitest, dann kannst Du auch schwer Deinen Erfolg quantifizieren. Benutzt Du Zahlen, um Deine Trainingsleistungen aufzuschreiben, dann ist es für unser Gehirn am einfachsten, sich daran zu erinnern, was jeweils gut und schlecht war.

Eine weitere gute Möglichkeit; spreche über Deine Trainingsfortschritte mit einem Trainingspartner, um auch einmal ein Feedback von einem Außenstehenden zu erhalten. Das kann erstaunlicherweise sehr hilfreich sein, da ein Außenstehender Dir in vielen Situationen auch neue Ziele setzen kann, oder Dein Training von einer Seite betrachten kann, die Du selbst in der Vergangenheit übersehen oder ignoriert hast.

Zeichne also Deine Fortschritte auf und führe Buch über Deine Bestzeiten, aber auch über Deine Trainingsrückschritte. Trainiere immer möglichst effektiv, um Deine Bestzeiten zu überbieten, aber gebe Dir ausreichend Zeit, dass auch umzusetzen.

Bildquellen:
© Grasko – stock.adobe.com
© Igor Mojzes – stock.adobe.com

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