Mit dem KINEO System bieten wir Physiotherapie-Zentren, Rehakliniken und Profi-Sportvereinen ein hochmodernes, robotergestütztes Trainingssystem an, das die Schnittstelle zwischen Athletiktraining und medizinischer Rehabilitation neu definiert.

Im Gegensatz zu konventionellen Krafttrainingssystemen oder dem klassischen Freihanteltraining ermöglicht Kineo eine computergestützte Kontrolle der konzentrischen und exzentrischen Phase jeder Bewegung. Über ein intuitives Touchscreen-Display lassen sich Belastungsparameter in Echtzeit steuern und bis ins kleinste Detail individualisieren.

Alle leistungsrelevanten Parameter werden auf dem großformatigen Display visualisiert, lückenlos gespeichert und für eine fundierte Verlaufsdiagnostik ausgewertet. Das integrierte Biofeedback-System versorgt Sportler und Patienten unmittelbar mit Daten zu ihrer Performance, was die neuromuskuläre Ansteuerung und Motivationslage signifikant verbessert.

Testverfahren für Athletiktraining und Rehabilitation mit Kineo

Intelligent und Computergesteuert

Das KINEO System ist ein intelligentes, computergesteuertes Trainings- und Diagnosesystem für das Athletiktraining im Breiten- und Leistungssport. Durch permanente Messung (500-mal pro Sekunde), automatische Anpassung und präzise Kontrolle des Widerstands interagiert das System aktiv mit dem Trainierenden.

Dieses multidimensionale Trainingssystem integriert verschiedenste wissenschaftlich fundierte Trainingsformen:

  1. Isometrisches Training: Kraftentwicklung in fest definierten Gelenkwinkeln (offene kinetische Kette).
  2. Exzentrisches Training: Supramaximales Training zur Steigerung der strukturellen Belastbarkeit (geschlossene kinetische Kette).
  3. Isokinetik: Konstante Geschwindigkeit für maximale Kraftentwicklung über den gesamten Bewegungsradius.
  4. Viskositätstraining: Simulation flüssiger Widerstände zur schmerzfreien Gelenkmobilisation.
  5. Variable Laststeuerung (VLC): Dynamische Anpassung des Widerstands an die physiologische Kraftkurve.

 

Die Variationsmöglichkeiten dieses Systems sind in der modernen Sportphysiotherapie nahezu unbegrenzt. Durch die Nutzung von Kineo wird die Messlatte für Evidenz und Effektivität in der Rehabilitation sowie im High-Performance-Athletiktraining entscheidend höher gelegt.

Ein zentraler Vorteil ist die individuelle Anpassung des Widerstands über den gesamten Bewegungsradius (ROM). Dies minimiert das Risiko von Überlastungen, insbesondere bei bereits geschädigten oder postoperativen Gelenkstrukturen. Das Entwicklerteam hat dabei gezielt die Anforderungen von Sportärzten, Physiotherapeuten und Trainern implementiert, woraus ein extrem leistungsstarkes und adaptives Therapiewerkzeug resultierte.

Ergänzend zur Multistation ist mit der Kineo Leg Press zudem eine spezialisierte, eigenständige Beinpresse für exzentrisches Krafttraining verfügbar.

Klinisches Beispiel: In der Rehabilitation nach Gelenkverletzungen führt ein konstanter Widerstand oft zu Überlastungsschmerzen in kritischen Gelenkwinkeln. Kineo löst dieses Problem durch eine winkelabhängige Lastanpassung.

Detaillierte Analyse der Trainingsmethoden für Athletik und Reha

1. Isotonisches Training mit Trägheit (WIT – With Inertia Training)

Das isotonische Training stellt die Basis des klassischen Kraftaufbaus dar. Während herkömmliche Kraftmaschinen auf physikalischen Gewichten basieren, steuert Kineo diese Belastung elektronisch. Der entscheidende Benefit ist die totale Kontrolle der Bewegungsparameter in der konzentrischen und exzentrischen Phase.

Dank der Funktion „Variable Last“ können für beide Phasen unterschiedliche Widerstände definiert werden (Eccentric Overload), was spezifische hypertrophe und neuronale Anpassungen provoziert. In der Rehabilitation gewährleistet dies ein kontrolliertes und sicheres Steigerungsprotokoll. Die Belastungsgrenzen liegen je nach Modus (z.B. Squat mit Pulley) bei bis zu 140 kg.

2. Isotonisches Training ohne Trägheit (NIT – No Inertia Training)

Ein Alleinstellungsmerkmal von Kineo ist das Training ohne Trägheitseffekte. Hierbei bleibt der gewählte Widerstand über den gesamten Bewegungsbereich absolut konstant – unabhängig von der Beschleunigung. Bei konventionellen Geräten führen Beschleunigungsspitzen oft zu unkontrollierten Kraftmaxima, die im NIT-Modus eliminiert werden. Dies ermöglicht einen gleichmäßigen Krafteinsatz und schützt vulnerable Strukturen in der Frührehabilitation.

3. Elastisches Training: Die digitale Evolution des Widerstands

Klassisches Training mit elastischen Bändern folgt dem Hookeschen Gesetz (zunehmende Kraft bei zunehmender Dehnung), ist jedoch schwer quantifizierbar. Das Kineo-System simuliert diesen elastischen Widerstand digital und bietet signifikante Vorteile:

  • Individuelle Definition von Start- und Endwiderstand einer Sequenz.
  • Phasenspezifische Lasttrennung (konzentrisch vs. exzentrisch).
  • Präzise Messbarkeit der erbrachten mechanischen Arbeit.
  • Maximale Sicherheit durch computergesteuerte Kontrolle (Schutz vor Kontrollverlust).

Diese Präzision hat das Kineo-System zum Standard in der funktionellen Rehabilitation gemacht, um Muskelpartien gezielt und ohne Spitzenbelastungen zu aktivieren.

Digitales elastisches Training: Konzentrische und exzentrische Belastungskurven

Die grafische Darstellung verdeutlicht die inkrementelle Laststeigerung: Beispielsweise kann ein Satz mit 10 kg Initiallast beginnen und bei 20 kg Endlast in der konzentrischen Phase enden, während die exzentrische Rückführung exakt denselben oder einen modifizierten Verlauf nimmt.

4. Viskositäts-Training: Hydrotherapie im Trockentraining

Bewegungen im Wasser gelten aufgrund des Auftriebs und des viskosen Widerstands als Goldstandard der Rehabilitation. Kineo bringt dieses Prinzip an Land. Die Viskose-Methode simuliert den Widerstand einer Flüssigkeit an allen Stationen (Leg Extension, Squat, Pulley).

Der Widerstand definiert sich hierbei über zwei Faktoren:

  • Das gewählte Viskositätsniveau (Stufe 1 bis 6).
  • Die Bewegungsgeschwindigkeit (je schneller die Bewegung, desto höher der Widerstand).

Viskositätstraining zur schmerzfreien Gelenkmobilisation

Von Level 1 (Wasser-Simulation) für die schmerzadaptierte Mobilisation bis Level 6 (Treibsand-Simulation) für massiven Kraftaufbau bietet das System volle Flexibilität. Besonders wertvoll ist dies für die Gelenkstabilisierung und Schmerzprävention, da die Last bei Bewegungsstopp sofort auf Null sinkt – ein Maximum an Sicherheit für den Patienten.

Im Leistungssport wird diese Methode für das exzentrische Maximalkrafttraining genutzt. Sobald die exzentrische Geschwindigkeit einen kritischen Wert übersteigt, passt das System den Widerstand schützend an.

5. Isometrisches Training: Statische Kraftentwicklung mit Echtzeit-Kontrolle

Das isometrische Training induziert Kraftzuwächse ohne Gelenkbewegung – ideal für die funktionelle Rehabilitation bei Bewegungskontraindikationen. Kineo transformiert das traditionelle Halten von Gewichten in eine kontrollierte, winkelgenaue Aktivität mit direktem Biofeedback.

Isometrisches Training mit digitaler Kraftkurvenanalyse

Therapeuten können Ziellasten definieren, die vom Patienten pro Wiederholung erreicht werden müssen. Die visuelle Darstellung auf dem Monitor (grüne Hervorhebung bei Zielerreichung) optimiert die neuronale Ansteuerung.

Programmierbare isometrische Widerstände

Über das Expertenmenü lassen sich komplexe Serien mit variierenden Arbeitswinkeln und spezifischen Belastungs- sowie Ruheintervallen programmieren.

6. Isokinetisches Training: Der wissenschaftliche Goldstandard

Isokinetik bedeutet Bewegung bei konstanter Winkelgeschwindigkeit, unabhängig vom Kraftaufwand des Trainierenden. Dies ermöglicht eine maximale Muskelausschöpfung über die gesamte Range of Motion ohne Überlastungsgefahr an biomechanischen Schwachpunkten.

Exklusive Features der Kineo-Isokinetik:

  • Maximale Kraftentfaltung in Abhängigkeit zum Gelenkwinkel.
  • Völlige Abwesenheit von Trägheitsmomenten.
  • Biphasische Programmierung: z. B. konzentrisch isokinetisch und exzentrisch isotonisch kombinierbar.

Isokinetische Parametersteuerung am Kineo System

7. Training mit variabler Last (VLC – Variable Load Control)

Die VLC-Methode ist das Herzstück der Individualisierung. Sie erlaubt es, die Belastungskurve exakt an die physiologische Kraft-Längen-Relation des Muskels oder an schmerzfreie Intervalle anzupassen. Der „Sticking Point“ herkömmlicher Maschinen wird so gezielt umgangen.

Vorteile der VLC-Methode:

  • Schonung der Gelenke in mechanisch ungünstigen Winkeln.
  • Maximale Stimulation in mechanisch effizienten Winkeln.
  • Neuromuskuläres Training durch adaptive Belastungsreize.

Individuelle Belastungskurven für Sport und Therapie

Die Belastungskurve wird auf dem Display in zehn Segmente unterteilt, die einzeln via Drag-and-Drop justiert werden können. Dies ermöglicht eine bisher unerreichte Präzision in der Trainingssteuerung.

Marker-Funktion im VLC-Modus

Um kritische Gelenkpositionen (z.B. nach einer Meniskus-OP) im Training visuell hervorzuheben, können Marker (M1 & M2) gesetzt werden. Diese erscheinen als farbige vertikale Linien auf dem Arbeitsbildschirm und helfen dem Therapeuten, den Widerstand in diesen sensiblen Bereichen exakt zu modulieren.

Präzises Monitoring durch Markereinstellungen im VLC Modus

Durch die Marker M1 (blau) und M2 (grün) lassen sich Bewegungsbereiche definieren, die eine sofortige visuelle Kontrolle über die Belastungssituation in Schmerzzonen ermöglichen.

 

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