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Stoßwellentherapie - Einsatzgebiete und Wirkung

Mit einer schonenden, nicht invasiven Methode zum Behandlungserfolg.

Schon vor rund vier Jahrzehnten wurden die hochenergetischen Stoßwellen zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt, wodurch den Patienten operative Eingriffe erspart blieben. Die Behandlungserfolge auf diesem Gebiet führten Ende der 80er Jahre zu einer Ausweitung dieser Therapieform auch auf andere Festkörper, wie Verkalkungen.

Mittlerweile erstreckt sich die Anwendung der Stoßwellentherapie auf zahlreiche akute oder chronische Beschwerden aus unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten.
Die Hauptanwendungsgebiete liegen dabei in den Bereichen:

- Orthopädie
- Rehabilitation
- Sportmedizin
- Wundheilung
- Ästhetik


Die modernen Geräte zur Behandlung mit der Stoßwellentherapie bieten einen hohen Komfort in puncto Benutzerfreundlichkeit und Datenmanagement. Und der Einsatz zeitgemäßer Technik ermöglicht eine besonders angenehme Handhabung und Bedienung der Geräte für den Behandler sowie eine schonende, relativ schmerzarme Behandlung für den Patienten.

Einsatzgebiete und Wirkungsweise der Stoßwellentherapie

Je nach Anwendungsgebiet kommen unterschiedliche Stoßwellen zum Einsatz, nämlich entweder fokussierte, radiale oder planare, defokussierte Stoßwellen.

Die fokussierten Stoßwellen, kurze Schallimpulse mit sehr hoher Energie, werden zielgerichtet eingesetzt zur Zerstörung von Festkörpern wie Nieren- oder Gallensteinen oder zur Auflösung von Kalkablagerungen, die Schmerzen verursachen.

Wegen der kurzen Pulswellenlänge breiten sich die Impulse wellenförmig aus und können so eine gute Tiefenwirkung erzielen.

Die Energie der Stoßwelle entfaltet ihre Kraft, sobald sie auf ein Hindernis trifft. So kann in tiefer liegenden Körperregionen gezielt Energie freigesetzt werden, ohne dass von außen über die Haut, das Fettgewebe oder die Muskeln eingegriffen werden muss.

Die radialen Stoßwellen dagegen sind Druckwellen mit geringerer Eindringtiefe (zwischen 4 und 7 cm). Sie finden Anwendung zur Behandlung von Gelenks- und Sehnenerkrankungen.

Angeregt durch die radiale Stoßwelle kommt es zu einer lokalen Erhöhung der Stoffwechselaktivität, zu Endorphinausschüttung oder Bildung sonstiger heilungsfördernder Hormone, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken und den Heilungsprozess beschleunigen oder überhaupt erst in Gang setzen.

Bei muskulärer Verspannungen oder Entzündungen (z. B. Triggerpunkte), aber auch zur Förderung der Heilung bei Pseudarthrosen oder schlecht heilenden offenen Wunden arbeitet man am besten mit planaren defokussierten Stoßwellen, die gezielt auf die zu behandelnden Regionen gerichtet werden können.

Orthopädie

Stoßwellen Therapie in der OrthopädieIn der Orthopädie kommt der Stoßwellentherapie vor allem Bedeutung zu bei der Behandlung von:

- Gelenksbeschwerden, insbesondere an Ellenbogen, Knie und Schulter
- Pseudarthrosen
- Myofaszialem Syndrom
- Fibromyalgie


Die EWST wirkt über eine Reizung des erkrankten Gewebes, was je nach Anwendungsbereich zur Förderung des Knochenwachstums, der Durchblutung (Vaskularisierung), Anregung der lokalen Stoffwechselaktivität und Gewebeneubildung bzw. Regeneration oder auch zur Linderung von (chronischen) Schmerzsymptomatiken führt.

Gelenksbeschwerden

Gelenksbeschwerden wie Epikondylitis, Epitrochleitis des Ellenbogens, Knieprobleme wie etwa Tendomyopathie der Quadricepssehne, des Pesanserinus oder patellare Schmerzsyndrome, Knöchelerkrankungen oder Fersensporn sind mit der Stoßwellentherapie genauso effektiv und schonend behandelbar wie Probleme an der Schulter.

Besonders erwähnenswert erscheinen in diesem Zusammenhang das Impigementsyndrom oder die Kalkschulter (Tendinosis calcarea). Denn gerade bei diesen Beschwerden ist es für den Patienten wichtig, eine Linderung der oft geradezu unerträglichen Schmerzen zu erhalten.

Beim Impigementsyndrom können mithilfe der Stoßwellentherapie die schmerzhaften Symptome verringert werden, indem die Druckwellen auf den Punkt, an dem sich die Entzündung befindet, gebündelt werden.

Die Kalkherde werden aufgeweicht und im Laufe der Zeit vom Gewebe abgebaut. Um einen deutlichen Effekt zu erzielen, sind in der Regel 2-3 Anwendungen in Abständen von ca. 2 Wochen notwendig.

Ein weiteres Beispiel für Therapieerfolge durch die EWST ist die Tendinosis calcerea. Die Schmerzen aufgrund der Entzündung infolge der Kalkablagerung, können hier deutlich reduziert werden. Es kommt dazu ein starker Druckimpuls zum Einsatz, der nur Sekundenbruchteile dauert.

Der Körper reagiert darauf mit einer besseren Durchblutung des Gewebes und der Bildung neuer Blutgefäße. Das Kalkdepot wird aufgelöst, der Spannungsdruck sinkt und die Schmerzen nehmen ab. Die Behandlung mit der Stoßwellentherapie erfolgt zwei bis drei Mal im Abstand von je einer Woche.

Pseudarthrosen

Auch bei der Behandlung von Pseudarthrosen macht man sich die Eigenschaften der Geweberegeneration zunutze. Werden nämlich Stoßwellen auf Knochengewebe angewendet, so fördert dies die Produktion knochenbildender Hormone, sogenannter Knochenwachstumsfaktoren, woraufhin die Bildung neuer Knochenzellen angeregt wird.

Derartige Erfolge können mit konventionellen Behandlungsmethoden nicht erzielt werden. So ist die Stoßwellentherapie gerade bei Pseudarthrosen eine große Chance für die Betroffenen auf Heilung.

Myofasziales Syndrom/ Fibromyalgie

Mit den Stoßwellen können die Triggerpunkte/Myogelosen in der Muskulatur, die Ursache für viele Verspannungs- und Schmerzzustände, lokal behandelt werden. Die verspannte Muskulatur, das Bindegewebe und die Faszien werden effektiv gelockert. So können selbst großflächige und komplexe Schmerz- und Verspannungszustände erfolgversprechend behandelt werden.

Rehabilitation

Besondere Bedeutung kommt der Stoßwellentherapie in der Rehabilitation zu bei:

- Gelenksrehabilitation nach Entfernung von Gips oder nach orthopädischen Operationen
- Periartikulären Erkrankungen
- degenerativen Chondropathien


Die Behandlung mit der Stoßwellentherapie hat auf diesen Gebieten erst begonnen, es sind jedoch bereits gute Behandlungserfolge zu verzeichnen.

Periartikuläre Erkrankungen

Bei Erkrankungen der, mit den Gelenken eng zusammenhängenden Gewebe, wie Schleimbeutel oder Sehnenscheiden können die Wirkungen der radialen Stoßwellen zur Förderung der Selbstheilungsprozesse genutzt werden.

Degenerative Chondropathien

Mit der Stoßwellentherapie werden auch schon Erfolge erzielt bei der Behandlung degenerativer Veränderungen des Gelenkknorpels. Auch hier kommt es zur schon beschriebenen Anregung der Gewebeneubildung.

Sportmedizin

In der Sportmedizin finden Stoßwellen Anwendung bei der Behandlung von:

- Sporttraumata
- Verstauchungen und posttraumatischen Ödemen
- Zerrungen und Prellungen
- Muskelverletzungen

Gerade im Bereich der Muskelverletzungen kann die, im Allgemeinen eher langsame und mitunter sogar unvollständige, Heilung von Muskelverletzungen über die regenerativen Wirkungen der Stoßwellentherapie beschleunigt und verbessert werden.

Wundheilung

Bei sehr langsam oder nicht heilenden offenen Wunden kann die EWST mit niederenergetischen Stoßwellen eingesetzt werden, um die Durchblutung zu fördern und die Neubildung von Kapillaren anzuregen. Zudem kann die Ausschüttung von Proteinen angeregt werden, die für Gefäßneubildung und Wundverschluss verantwortlich sind.

Eine ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeit, wenn konventionelle Methoden der Wundbehandlung längerfristig keinen Erfolg gezeigt haben.

Ästhetische Anwendungen

Zur Behandlung von Schönheitsproblemen und Hauterkrankungen, wie der Cellulite kann die ESTW eingesetzt werden. Hier können entweder die fokussierte oder die radiale Stoßwellentherapie Abhilfe schaffen. Denn die Behandlung verbessert den Lymphfluss, der Stoffwechsel wird angeregt und der Fettabbau unterstützt. Schließlich wird die Haut elastischer.

Auch das Body Shaping, das heißt der Aufbau und die Formung der Muskelmasse entsprechend dem Schönheitsideal, kann mithilfe dieser Therapieform erreicht werden.

Sonstige Anwendungsgebiete

Die Wirkungsweise der Stoßwellen, Festkörper abzubauen, den Stoffwechsel anzuregen, die Durchblutung zu fördern, Hormonausschüttungen anzuregen, die Neubildung von geschädigtem Gewebe anzuregen, kann vielfältig genutzt werden, um Beschwerden zu lindern oder Heilungsprozesse zu fördern.

So kommt diese Therapieform bei degenerativen Erkrankungen, wie Osteoarthritis genauso zur Anwendung wie bei Erkrankungen der Wirbelsäule, Arthrose, Ischialgie, Periomarthritis und Arthropathien der Hände und Füße.

Vorteile der Stoßwellentherapie gegenüber konventionellen/ medikamentösen/ operativen Verfahren

Die Stoßwellentherapie ist eine Alternative oder Ergänzung zu operativen Eingriffen, medikamentöser Behandlung oder zu physiotherapeutischen Maßnahmen. Sie sollte nicht immer nur die "letzte Hoffnung" sein, wenn andere Behandlungsmethoden bereits versagt haben.

Die Stoßwellentherapie stellt sowohl für den Patienten als auch für den Behandler eine oft vergleichsweise schonende Therapieform mit geringem Aufwand dar. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden mobilisiert, Strapazen und Risiken großer Eingriffe, Risiken und Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen können umgangen werden.

Bei manchen Beschwerdebildern treten sogar Behandlungserfolge, die mit anderen Behandlungsverfahren ausgeblieben sind, erst mit Hilfe der EWST ein.

Wann darf eine Stoßwellentherapie nicht angewendet werden?

Trotz all der beschriebenen Vorteile gibt es einige Ausschlussgründe für die Anwendung der Stoßwellentherapie. Die Stoßwellentherapie sollte nicht genutzt werden bei :

- Gerinnungsstörungen
- Bösartigen Tumorleiden
- Akuten Entzündungen im Behandlungsgebiet
- Schwangerschaft
- Wenn große Nerven- oder Gefäßstränge im Behandlungsgebiet liegen
- Wenn Lungengewebe in der Behandlungsregion liegt
- Für die Schulterverkalkung bildet zudem ein Riss der Rotatorenmanschette ein Ausschlusskriterium

Hinweis für Patienten: Bitte beachten Sie - die medizinischen Informationen dieses Artikels ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt!

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